Bericht über Workshop am 20.5.2011 durch Fr. Dr. Elisabeth Kessler von der Kärntner Gebietskrankenkasse

Mit einer Gruppenarbeit beginnend verlief der Rauchervortrag unseres Projektes äußerst interessant. Erarbeitet wurden positive und negative Beweggründe des Rauchens.

Die Auswirkungen des Rauchens auf den Hormonhaushalt und die damit verbundenen kurzfristigen Glücksgefühle auf der einen Seite, jedoch eine andauernde Abhängigkeit auf der anderen Seite. Folgen des langjährigen Nikotinkonsums zeigt sich in der Raucherkrebsstraße wieder. Lippen-, Mundhöhlen-, Kehlkopf- und Lungenkrebs sind die häufigsten Erscheinungen, jedoch auch Herzinfarkte sind öfters das Ergebnis langjährigen Rauchens. So sterben täglich allein in Österreich 40 Personen infolge aktiven Rauchens aufs Jahr gesehen somit  14.000.

Auch Passivraucher sind Gefahren ausgesetzt. Gelangen doch durch die unvollständige Verbrennung der Zigaretten massenweise Schadstoffe beim Einatmen als Passivraucher in den Körper und so sterben täglich allein 3 Menschen infolge dieser Auswirkungen.

Frau Dr. Kessler zeigte anhand eines kurzen Videos wie viel Teer ein Raucher mit einem täglichen Konsum von 20 Zigaretten über ein Jahr zu sich nimmt. Sage und schreibe ¼ Liter reinen stinkigen Teer hat der Körper übers Jahr zu verarbeiten.

Auch auf die Wirtschaft wurde eingegangen. Verliert man täglich 40 Raucher, so müssen auch täglich neue Kunden gewonnen werden. Modells, die fürs Rauchen eintreten verkörpern, Stärke, Dynamik, Coolness, Anziehungskraft. Eigenschaften, die besonders Jugendlichen gefällt. So wurden bis in die 90iger Jahre massenhaft junge Leute durch diese Modells zum Rauchen bewogen. In den letzten Jahren wurden diese Werbungen verboten, und die Industrie wirbt vermehrt über versteckte Werbungen, indem sie in Filmen die Schauspieler öfters mit glimmenden Stängeln zeigt, bzw. klassische Szenen, bei denen ein Feuerzeug zum Anzünden verwendet wird.

Der letzte Punkt unseres Bewußtseinsbildungsprogrammes aus dem Starribbonprojekt  sollte den Schülern lange in Erinnerung bleiben und ihnen zeigen, dass jeder selbst entscheiden kann, ob er sich den Gefahren des Rauchens in seinem Leben aussetzen möchte.

Einstimmig im Anschluss die Erkenntnis, dass dieser Präventivvortrag in allen Klassen österreichweit etliche Jugendliche vom Rauchen abhalten würde. In Kärnten gibt es gerade mal eine Referentin, die diese Vorträge auch nur nebenbei halten kann.

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